Geschichte

Die Geschichte des Eldorado für Ruhesuchende

Das Hochtal Kirchental wurde während der Eiszeit von Schneegrubengletscher 200 Höhenmeter über dem Saalachtal geformt. Der Gletscher beförderte auf seinem Rücken Felsblöcke mit sich, welche wir heute noch im Wald finden. Lange bevor ein Bauwerk errichtet worden war, hieß das Hochtal schon „Kirchenthal“. Die „Khürcher Zech“, das waren Bauern deren Höfe rund um die Pfarrkirche St. Martin gebaut waren und ihren Waldbesitz im Hochtal hatten.

Die Schar der Betenden wurde immer größer, so war die kleine Kapelle (heute steht dort eine Lindengruppe) bald zu klein. So erbaute 1694 Fürsterzbischof Johann Ernest, Graf von Thun, eine Kirche an jenem Platz, wo drei Kornähren aus dem Schnee ragten. 1701 wurde die Kirche eingeweiht.

1692 hatte Hans Flatscher (Wirt an der Kirche zu St. Martin) die Bewilligung erhalten, die Regentie, welche im heutigen Haus der Besinnung untergebracht war, zu versorgen. Am 6. September 1696 war in der ersten ausgegebenen „Gastwirtsgerechtsame“ vorerst nur von einer „Ausstöckhung“ eines Platzes die Rede. Ein Wirtshaus bestand jedoch noch nicht.

Die erste wirkliche Konzession wurde am 06. November 1696 für die Versorgung der „Khürchenfarter“ mit Speis und Trank verliehen, mit der Berechtigung, eine Hütte aufzubauen.

1711 wurde der Bau des Wirtshauses in Mauerwerk bewilligt und umgesetzt. Am 29. Dezember 1712 wurde dem Haus das „Zapfrecht“ zugebilligt. Das Bier war von der hochfürstlichen Brauerei zu Lofer zu beziehen.

1796 und 1842 wurden die beiden Herbergshäuser das „Stöckl“ und die „Villa“ gegenüber gebaut.

Seit 1938 gehört das Gasthaus den Herz-Jesu-Missionaren, welche die Gebäude neuzeitlich einrichteten um den Wallfahrtsbesuch wieder zu verstärken. Im März 1940 wurden die Kirchentaler Wirtschaftsgebäude behördlich geschlossen.

In den Jahren 1952 und 1954 wurden die Häuser samt Einrichtung modernisiert und mit Fremdenzimmern versehen. Nachdem der Wallfahrer- und Gästebesuch stark zugenommen hatte, wurde auch der Saal beim Gasthof angebaut.

1978 wurde ein großzügiger Ausbauplan angedacht und bis 1981 auch verwirklicht, sodass den vielen Wallfahrern und Besuchern Maria Kirchentals eine moderne Gaststätte zur Verfügung stand.

Seit der Generalsanierung 2008 ist der Gasthof so wie wir ihn heute kennen!