• Maria Kirchental

    Wallfahrtsort und "Pinzgauer Dom"
  • Maria Kirchental

    Wallfahrtsort und "Pinzgauer Dom"

Maria Kirchental


Seit mehr als 300 Jahren pilgern Menschen in das Kirchental in St. Martin bei Lofer, um dort für ihre Anliegen zu beten. Die große Kirche mit zwei Türmen wird im Volksmund auch der "Pinzgauer Dom" genannt. Ein sehenswertes Bauwerk mit Geschichte, das zum In-sich-Kehren anregt.

Das Hochtal liegt auf rund 900 m am Fuße der Loferer Steinberge und ist auch wegen seiner Schönheit und der außergewöhnlichen Fauna und Flora bekannt. 

Im Jahre 1670 erlebte im Hochtal "Kirchental" einer der Bauern, welche dort Weiderechte hatten, eine Marienerscheinung. Daraufhin erbaute er dort eine hölzerne Kapelle, in die er später eine Marienstatue stellte.

In den folgenden Jahren wurde diese Kapelle und das Kirchental durch viele Gebetserhörungen bekannt, was zur Folge hatte, dass viele Gläubige von weitum die Region aufsuchten. Im Jahr 1694 wurde der Bau der Kirche beschlossen, welche schließlich im Jahr 1701 fertiggestellt wurde. 

Das Ziel vieler Wallfahrer ist das Gnadenbild von Maria Kirchental. Diese spätgotische Bildnis Muttergottes stammt wahrscheinlich aus dem frühen 15. Jahrhundert und stand bis 1689 auf einem Seitenaltar in der Pfarrkirche St. Martin. Eine Besonderheit stellt der Vogel dar, welchen das Kind auf den Armen der Mutter in seiner linken Hand hält. 

Einzigartig und sehr bekannt ist auch die Votivbilder-Sammlung. Mehr als 1.200 Stück dieser Votivbilder sind in der Kirche im Maria Kirchental vorhanden und viele davon im 2004 eingerichteten Museum ausgestellt. Ein Votivbild ist eine Danksagung, welche 3 Motive enthalten muss: vorerst das Gelübde, das durch den Beter veranschaulicht wird, dann das Gnadenbild, an das sich das Gelübde richtet, und schließlich das Anliegen, welches den Anlass zum Gelübde gab. In der Kirche Maria Kirchental sind viele Votivbilder aus dem 17. und 18. Jahrhundert beheimatet, die zu den wertvollsten in ganz Österreich zählen!